Bericht zur Internationalen Tagung "Biologische Wirkungen des Mobilfunks"

Unsere beiden Vorstandsmitglieder Pamela Jentner und Christian Blank haben vom 04.-06.10.2019 das von der Kompetenzinitiative organisierte, internationale öffentliche Symposium „Biologische Wirkungen des Mobilfunks“ in Mainz besucht sowie den Stand des Verband Baubiologie betreut.

Weltweit führende Wissenschaftler haben vor rund 300 Teilnehmern aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. In unterschiedlichen Workshops wurde versucht, Lösungen aufzuzeigen. Eine wesentliche Kernaussage anwesender Wissenschaftler und Ärzte war, dass ALLE Faktoren des Elektrosmogs (niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder, hochfrequente elektromagnetische Wellen sowie auch elektrische und magnetische Gleichfelder) dieselben biologischen Wirkungen hervorrufen können. Auch Radioaktivität und Wohngifte wie z.B. Formaldehyd verstärken laut neuesten Forschungsergebnissen die biologische Wirkung des Elektrosmogs, letztere können laut Wissenschaftlern eine Elektrohypersensibilität auslösen.

In mehreren Vorträgen wurde aufgezeigt, dass durch Mehrfachbelastungen und Kombinationswirkungen mehrerer Noxen die schädigende Wirkung vervielfacht wird. Es wurde dargestellt, wie sich mehrere Faktoren gegenseitig verstärken und somit Schäden an Zellmembranen und DNA hervorrufen, durch direkte Einwirkung sowie durch oxidativen Zellstress.

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Nur eine ganzheitliche Betrachtung und Reduzierung ALLER in Innenräumen vorkommenden Umweltnoxen führt daher zu einer größtmöglichen Entlastung des Organismus - eine Aussage, die so auch in den Leitsätzen der baubiologischen Messtechnik steht: "Die baubiologische Messtechnik erfüllt den Anspruch der Ganzheitlichkeit. Ziel ist, bei Beachtung aller physikalischen (elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder und Wellen, Radioaktivität, Schall, Licht...), chemischen und raumklimatischen (Wohngifte, Schadstoffe, Partikel, Feuchte, Luftionen, Sauerstoff, Kohlendioxid, Gerüche...) sowie biologischen (Pilze, Bakterien, Allergene...) Standardpunkte und sachverständiger Kombination der vielen Diagnosemöglichkeiten, die Quellen von Risikofaktoren identifizieren, lokalisieren und einschätzen zu können, um ein möglichst gesundes, unbelastetes Lebensumfeld zu schaffen."

Besonders besorgniserregend waren die Darstellungen, dass durch Nutzung von digitalen Medien auf Smartphones, Tablets etc. die Entwicklung des kindlichen Gehirns, vor allem des Stirnhirns, massiv beeinträchtigt werden kann. So wurde von mehreren Referenten eindringlich appelliert, dass Kinder erst ab 12 Jahren digitale Medien konsumieren sollten. Kinder im Kindergartenalter sowie im Grundschulalter müssen ausreichend vor Schäden geschützt werden.

Der Verband Baubiologie machte schon von Anfang an den Standard der baubiologischen Messtechnik, den weltweit einzigen ganzheitlichen Bewertungsmaßstab seiner Art, zu seiner Arbeitsgrundlage.

Wir Baubiologen sind Visionäre, wir dürfen ruhig ein wenig stolz auf unsere Tätigkeit und unsere Betrachtungsweise sein.

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